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Mit ‘Asia’ getaggte Artikel

Ivans Ramen

Miso ramen (Ramen with miso-flavored soup)

Image via Wikipedia

Ramen, heiße Nudelsuppe, ist ja so etwas wie das Nationalgericht der japansichen Arbeitswelt. Ob als schnelles und billiges Mittagsmahl oder zum Nüchternwerden kurz nach Mitternacht, Ramen passen immer.

Nun wagt sich auch ein Ausländer ans Nudelkochen: Der Amerikaner Ivan Orkin eröffnete 2007 seinen ersten Nudelshop “ Ivan Ramen” in Rakokoen, Tokyo und nun folgte letztes Jahr sein zweiter  Ivan Ramen plus in Kyokudo, ebenfalls Tokyo. Ivans Motto ist “SLow Food zackig auf den Tisch”, nur ganz frische Zutaten kommen in seine Nudelsuppe aber trotzdem darf es schnell sein, denn Japans Salariman habenVieles aber eins bekanntlich nicht: Zeit.

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tsunami warning #1583

Image by Nemo's great uncle via Flickr

Forscher der Universität Hokkaido haben bestätigt, dass die Küste der Präfektur Miyagi in den letzten 6000 Jahren von mindestens 6 gewaltigen Tsunami getroffen wurde, die letzte wohl im 17.Jahrhundert (1611 Keicho-Erdbeben) , dazwischen müssen regelmäßig alle 30-40 Jahre  immer “kleinere” statt gefunden haben, die sich aber nicht mehr belegen lasssen. Sie fordern die Regierung auf, unbedingt auf bessere Schutzmaßnahmen zu achten. Darüber berichtete die Japan Times am 23.August 2011.

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Nun ist es soweit: In der Stadt Hachioji vor den Toren Tokyos widmet sich nun der erste Tempel Japans ganz den femininen Fantasiegestalten der Manga- und Animewelt. Auf Wunsch des Abtes vom Tempel Ryōhōji gab man eine neue Figur der Himmelsgöttin der Beredsamkeit, auf Japanisch Benten oder auch Benzaiten, bei der populären Illustratorin Toromi in Auftrag. Sie stellte die Glücksgöttin, sie gilt als Beschützerin von Tanz und Musik, in typischer Moe-Manier dar, ein zartes Persönchen im rosa Kleidchen und weißen Kniestrümpfen.  Seit auch noch ein Maid-Café auf dem Tempelgelände eröffnet hat, strömen angeblich die Besucher aus dem In- und Ausland. Der Abt ist es zufrieden: „Wenn allein dadurch mehr junge Leute zum Gebet kommen, hat unsere Moe-Göttin ihren Zweck erfüllt,“ so ein Zitat der Zeitung Keizai Shimbun. Und ein kleines Wunder hat sich auch schon ereignet: Ein vierzigjähriger Arbeitsloser fühlte sich vom ungewöhnlich bunten  Tempelschild angezogen, hätte durch Gebete vor der fröhlichen Göttin zur Ruhe gefunden und endlich auch wieder eine feste Anstellung! Der Göttin sei Dank.

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Koban: Mini-Polizeiwachen

Ob man sie nun mag oder nicht, die kleinen Polizeiwachen an vielen Ecken Japans sind schon praktisch.  Sie sind erste Anlaufstelle für Fundsachen (dreimal bekam ich meine Brieftasche wieder, die ich aufs Autodach gelegt hatte und die dreimal davon flog!). Sie helfen mit super-detaillierten Karten bei der Adressensuche (neben Famileinoberhaupt auch Anzahl der Familienmitglieder notiert!) und kümmern sich um Probleme in der Nachbarschaft ohne gleich ein Protokoll aufzunehmen. Eine Reinigung pries unseren teuer gemieteten Parkplatz als ihren Kundenparkplatz an bis es mir eines Tages zu bunt wurde und ich einfach quer davor das Kundenauto einparkte. Die Reinigung rief natürlich prompt die Polizei, die prompt bei uns klingelte. Und dann die Reinigungstante zur Schnecke machte. Sie solle froh sein, dass ein harmloser Gaijin (Ausländer) den Parkplatz gemietet habe und nicht die Yakuza. DIE hätten ihr das Auto demoliert, drohte die Polizei. Das erste Mal, dass ich so was aus dem Mund eines Polizisten hörte! Nach vielen Verbeugungen und Gomen nasai (Entschuldigungen ) blieb der Parkplatz in Zukunft frei.

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Pünktlich zum Seniorengedenktag am 23.September veröffentlicht das japanische Innenministerium frische Zahlen über ihre alternde Bevölkerung. Erstmals in der Geschichte Japans gibt es mehr als acht Millionen Menschen, die über 80 Jahre alt sind. Darunter sind knapp 240.000 Über-Einhundertjährige, die laut Zeitungsberichten noch auf Erden weilen aber wie vom Erdboden verschluckt sind. Sammeln da klammheimlich die Verwandten für den toten Uropa die Rente ein?

Und noch etwas dürfte uns Deutsche interessieren: 5.6  Millionen der Über-65jährigen arbeiten weiterhin, davon weit über die Hälfte in einem festen Angestelltenverhältnis. Dabei steht das Hochsetzen des Rentenalters gar nicht zur Debatte, das liegt weiterhin bei 65. Doch die staatliche Absicherung reicht nur allzu oft nicht aus, also wird weiter malocht, ob man will oder nicht. Ohne zu meckern und ohne Wahlkampfthema.

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Prinzessin Aiko, einzige Tochter von Kronprinz Naruhito und Kronprinzessin Masako verweigert seit einigen Tagen den Schulbesuch weil gleichaltrige Jungen die Zweitklässlerin wiederholt hänseln. Ijime, wie Mobbing auf Japanisch heißt, sei es aber nicht, bestätigte Issei Nomura, oberster  Zeremonienmeister des Kronprinzen. Man arbeite aber schon  intensiv an der Lösung des Problems und führe momentan Gespräche mit den Eltern der achtjährigen Übeltäter. Was die wohl beim Anruf empfunden haben? Ein Anruf von der Schule bringt eh schon die meisten Eltern aus dem Konzept aber dann gleich das:  “Hallo, hier ist das Kaiserliche Hofamt. Ihr Bub hat unsere Prinzessin gequält. Was gedenken Sie zu unternehmen?” Prinzessin Aiko hat es sicherlich nicht leicht und Schulangst ist ein sehr ernstes Thema, doch die Buben und ihre Familien tun mir trotzdem ein bischen leid. Zum Glück beginnen in Japan bald Ferien.

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Mit einem einfachen Gang zur Toilette müssen sich die Damen in Osakas JR Bahnhof Umeda nicht mehr zufrieden geben. Waschraum, Umkleidekabinen, Bügeleisen und Bügelbrett stehen hier ebenso bereit wie Haarföns, Lockenstäbe und eine große Auswahl an Make-up. Der Mini-Schönheitssalon Angelbe kostet gerade mal 300Yen für 60 Minuten uneingeschränkte Nutzung. Seine Zielgruppe sind die weiblichen Reisenden der Nachtbusse, die morgens nicht allzu verknittert in Osaka ihr Tagesgeschäft antreten wollen. Nachmittags nutzen Schülerinnen den günstigen Service, am Abend kommen die Angestellten bevor es in die nächste Bar geht. Sogar Kimonos können ausgeliehen werden, Schülerinnen einer Kimono-Fachschule helfen beim Anziehen. Doch das kostet dann extra und verlangt eine Reservierung. Zu finden ist die kleine Oase im 2.Stock des Float Court Building gleich vor dem Südeingang der Ticketschranken. Angelbe Self-Makeup Lounge, 6:30-22:00Uhr, kein Ruhetag. 300Yen/60Minuten freie Nutzung einschließlich kostenlosem Kräutertee.

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Am Sonntag ist es wieder soweit, Japans Schokoladenindustrie erhält sein jährliches Umsatzhoch. Seit bald einem halben Jahrhundert versucht die Süßwarenindustrie, dem Volk Valentinstag als Tag der Schokoladenherzen und Liebe schmackhaft zu machen. Laut Umfrage machen über 70% aller Japaner brav bei dem Spiel mit, wenn es darum geht, Schokolade zu verteilen und zu empfangen. Das Geschäft läuft allein deshalb so gut, 1. weil im Februar rein gar nichts los ist und 2. weil es gar nicht um Liebe oder gar Zuneigung geht, sondern um Pflicht. Der Gros der Schokolade geht von Frauen an alle Männer ihres Umfeldes, ob geliebt oder gerade mal ertragen. Das nennt man  dann Giri Choco. Wer hingegen Honmei (Wahre)Choco bekommt, kann sich wirklich glücklich schätzen. Diese meist selbst gemachte Süßigkeit bekommt nur der Liebste. Freundinnen schenken sich untereinander Tomo (Freundes-) Choco, übrigen auch eine Idee der Schokoladenhersteller, forciert mit den entsprechenden CMs. Payback-Day ist dann genau einen Monat später am White Day. Dann gibt es weiße Schokolade für alle. Noch einen drauf setzen da nur die Koreanermit einem Black Day: Am 14.April gibt es schwarze Soße zu Nudeln für alle, die komplett leer ausgingen. Wird langsam Zeit, dass Fleurop sich des asiatischen Markts annimmt!

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Ohne Cash keine Souvenirs!

Schon Ende letzten Jahres verkündete die Seven Bank, an ihren Geldautomaten in den Seven- Eleven- Convenience Stores für die meisten Kreditkarten aus Übersee den Service einzustellen. Nun ist es amtlich: Kunden mit Master Card, Cyrus und Maestro müssen sich eine andere Bank  suchen. Die Seven Bank akzeptiert nur noch Visa, Visa Plus, American Express, JCB, China Union Pay, Discover und Diners Club.

Zum Glück gibt`s noch die Post: Seit 2009 versorgen sie flächendeckend ganz Japan mit Internationalen Geldautomaten (ATM). Je nach Größe der Zweigstelle variieren jedoch die Öffnungszeiten. Garantiert 24- Stunden- Service hat zum Beispiel die Hauptpost in Tokyo (Bahnhof Tokyo Ausgang Marunouchi), ausgenommen Sonn- und Feiertage!

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pachinko parlor in sendai

Willkommen im Pachinko!

2004 schrieb ich den ersten Artikel über Pachinko , seitdem ist das Thema wiederholt in den deutschen Medien aufgegriffen worden  und sogar Wikipedia berichtet mittlerweile ausführlich über Japans Spielhallen.

Doch eins ist erstaunlich: an bekannten Fakten und konkreten Aussagen hat sich seit 2004 kaum etwas verändert. Immer noch kursiert die gleiche Zahl an koreanischen Betreibern (rund 70Prozent, diesen Anteil brachte die Washington Post damals in Umlauf). Immer noch ist wenig bekannt, warum zum Beispiel Koreaner den Markt bis heute so stark kontrollieren. Für die Nachkriegszeit gibt es eine  Reihe plausibler Erklärungen, doch wo war damals die Japaner? Warum hat sie sich dieses »Goldene Ei« entgehen lassen? Die Betreiber der ersten Hallen waren doch in den 1930er Jahren nur Japaner.

Und noch etwas: Trotz der bekannten Geldströme, die Dank der satten Gewinne weiterhin nach Nordkorea zu fließen scheinen, hat sich an der Haltung der Regierung in den letzten Jahren wenig geändert. Auch angesichts der steigenden Zahlen pathologischer Spieler (die Hälfte der rund 200.000 spielsüchtigen Japaner komme nicht vom Pachinko los) wäre ein Eingreifen wünschenswert. Doch im Gegenteil, es wird eine Aufhebung des Spielcasino-Verbots angedacht und seit letztem Jahr finden sich in 150 Pachinko-Hallen Geldautomaten zur bequemeren Versorgung mit Cash.

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