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Archiv für September 2010

Wer jemals sein Fahrrad über eine steile Fußgängerbrücke auf einem schmalen Betonstreifen zwischen Stufen schieben musste, weiß, was ich meine. Die Pedalen bleiben hängen, man stolpert und schnauft einmal hoch und wieder runter. Nicht  auszumalen, wie alte Leutchen mit vollen Einkaufstaschen diesen rostigen,künstlichen Berg mitten in der Stadt bewältigen sollen. Oder gar Eltern mit Kinderwagen? Geht meist schlichtweg nicht. Und warum? Damit der Verkehr schön fließen kann und die Autofahrer durch Fußgängerampeln nicht noch mehr zu Stop-and-go gezwungen werden. Und Feuerwehr und Ambulanz zügig durchfahren können, heißt es. Doch was geschieht mit den Brücken bei einem wirklich schlimmen Erdbeben? Das ist in Japan eine berechtigte Frage, meine ich. Sie stürzen ein, mitten auf die Straße und dann bricht der Verkehr erst recht zusammen, und auch für Rettungsfahrzeuge geht dann nichts mehr.  Hat daran wirklich niemand mal gedacht?

Hodōkyō  歩道橋 Fußgängerbrücke

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Pünktlich zum Seniorengedenktag am 23.September veröffentlicht das japanische Innenministerium frische Zahlen über ihre alternde Bevölkerung. Erstmals in der Geschichte Japans gibt es mehr als acht Millionen Menschen, die über 80 Jahre alt sind. Darunter sind knapp 240.000 Über-Einhundertjährige, die laut Zeitungsberichten noch auf Erden weilen aber wie vom Erdboden verschluckt sind. Sammeln da klammheimlich die Verwandten für den toten Uropa die Rente ein?

Und noch etwas dürfte uns Deutsche interessieren: 5.6  Millionen der Über-65jährigen arbeiten weiterhin, davon weit über die Hälfte in einem festen Angestelltenverhältnis. Dabei steht das Hochsetzen des Rentenalters gar nicht zur Debatte, das liegt weiterhin bei 65. Doch die staatliche Absicherung reicht nur allzu oft nicht aus, also wird weiter malocht, ob man will oder nicht. Ohne zu meckern und ohne Wahlkampfthema.

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Freunde werden eingeladen, die Torte wird angeschnitten und dann kommt…der Hammer. Der zertrümmert dann vor aller Augen das Symbol ewiger Liebe, die Eheringe  japanischer Scheidungswilliger.   Seit letztem Jahr veranstaltet ein japanisches Unternehmen offizielle Trennungszeremonien für ehemüde Paare und verzeichnet erste Erfolge.  Die jüngsten Teilnehmer waren bislang 21, die ältesten 57 Jahre. Beantragen in Japan in rund 80 Prozent der Fälle die Männer eine Scheidung, sind es hingegen die Frauen, die es am Ende noch mal so richtig krachen lassen wollen. Dafür legt “frau” dann auch gerne mal 500 Euro hin. Da in Japan mittlerweile jede vierte Ehe geschieden wird, hat diese Branche sicherlich noch viel Potential.

Der Froschhammer ist übringes ein Wortspiel: Frosch bedeutet kaeru, das wiederum zurückkehren, heimkehren bezeichnen kann. Mit diesem Hammer kehrt man also wieder zum Singledasein zurück!

zurück zum Singledasein

Mit dem Froschhammer zurück zum Singledasein

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Gestern bekam ich die Aufforderung, mir einen persönlichen Fitness Coach zuzulegen. Im Herbst würden sich die Pfunde unabschüttelbar an den Körper klammern. Und das, wo schon am Horizont Lebkuchen, Stollen und Weihnachtsgans droht! Da setzt dasschlechte Gewissen also schon ein, bevor überhaupt der erste Zimtstern im Laden auftaucht, clevere Idee aber wer kann sich so einen Joggingpartner, der einen in der Mittagspause und einem die Kalorien inder Kantine in den Mund zählt, schon tatsächlich leisten? Ich! Ich habe sogar zwei persönliche Fitmacher! Zugegeben, sie sind etwas haarig und obendrein vierbeinig aber sie zwingen mich mit schöner Regelmäßigkeit vom Sofa und gönnen mir auch keinen Extrabissen ohne vorwurfsvoll zu gucken.  Mensch, ich bin ein Trendsetter!

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