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Archiv für Januar 2010

Ohne Cash keine Souvenirs!

Schon Ende letzten Jahres verkündete die Seven Bank, an ihren Geldautomaten in den Seven- Eleven- Convenience Stores für die meisten Kreditkarten aus Übersee den Service einzustellen. Nun ist es amtlich: Kunden mit Master Card, Cyrus und Maestro müssen sich eine andere Bank  suchen. Die Seven Bank akzeptiert nur noch Visa, Visa Plus, American Express, JCB, China Union Pay, Discover und Diners Club.

Zum Glück gibt`s noch die Post: Seit 2009 versorgen sie flächendeckend ganz Japan mit Internationalen Geldautomaten (ATM). Je nach Größe der Zweigstelle variieren jedoch die Öffnungszeiten. Garantiert 24- Stunden- Service hat zum Beispiel die Hauptpost in Tokyo (Bahnhof Tokyo Ausgang Marunouchi), ausgenommen Sonn- und Feiertage!

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pachinko parlor in sendai

Willkommen im Pachinko!

2004 schrieb ich den ersten Artikel über Pachinko , seitdem ist das Thema wiederholt in den deutschen Medien aufgegriffen worden  und sogar Wikipedia berichtet mittlerweile ausführlich über Japans Spielhallen.

Doch eins ist erstaunlich: an bekannten Fakten und konkreten Aussagen hat sich seit 2004 kaum etwas verändert. Immer noch kursiert die gleiche Zahl an koreanischen Betreibern (rund 70Prozent, diesen Anteil brachte die Washington Post damals in Umlauf). Immer noch ist wenig bekannt, warum zum Beispiel Koreaner den Markt bis heute so stark kontrollieren. Für die Nachkriegszeit gibt es eine  Reihe plausibler Erklärungen, doch wo war damals die Japaner? Warum hat sie sich dieses »Goldene Ei« entgehen lassen? Die Betreiber der ersten Hallen waren doch in den 1930er Jahren nur Japaner.

Und noch etwas: Trotz der bekannten Geldströme, die Dank der satten Gewinne weiterhin nach Nordkorea zu fließen scheinen, hat sich an der Haltung der Regierung in den letzten Jahren wenig geändert. Auch angesichts der steigenden Zahlen pathologischer Spieler (die Hälfte der rund 200.000 spielsüchtigen Japaner komme nicht vom Pachinko los) wäre ein Eingreifen wünschenswert. Doch im Gegenteil, es wird eine Aufhebung des Spielcasino-Verbots angedacht und seit letztem Jahr finden sich in 150 Pachinko-Hallen Geldautomaten zur bequemeren Versorgung mit Cash.

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Sind die Neujahrsfeiertage vorbei, geht es für Tausende von japanischen Oberschülern ans Eingemachte. Das sind nicht etwa die Abiturprüfungen, um die kümmert sich hier kaum ein ambitionierter Schüler.

Typisch Japan: kleine Tische, blaue Uniformen.

Lernen bis zum Umfallen und Angstschweiß lösen die landesweit einheitlichen Universitätsaufnahmeprüfungen aus, die so genannten Center-Shiken. Dieses Jahr finden sie am 16. und 17.Januar statt und weder Eisschnee noch Schweinegrippe gelten als Entschuldigung. Wer nicht pünktlich erscheint, dem steht ein Jahr als heimatloser Samurai, als Ronin, bevor. Denn eine zweite Chance gibt es nicht.

Nur eine zweite Prüfung kommt bestimmt und erfolgt wenig später an der persönlichen Wunschuniversität. Die verlangt zur Prüfungszulassung meist eine bestimmte Punktzahl des Center-Tests. Die Sache hat nur einen Haken: Das Ergebnis erfährt der Prüfling leider erst nach Anmeldeschluss! Also ermitteln Nachhilfeschulen anhand der gegebenen Antworten des Center-Tests die Chancen ihrer Schützlinge. Dieses Center- Research kostet natürlich auch noch mal eine Stange Geld. Hinzu kommen die Gebühren jeder weiteren Aufnahmeprüfung, obwohl Mehrfachbewerbungen beinahe unmöglich sind. Die zweite Examensrunde findet zumeist zeitgleich an einem bestimmten Tag im Februar statt. So halten es zumindest die berühmten Universitäten des Landes und verbauen jahrein, jahraus vielen jungen Leuten, die zu hoch gepokert haben,  den Start an der Uni. Die kleineren Hochschuleinrichtungen sehen darin ihre Chance und werben damit, keine zweite Prüfung zu verlangen. Ihnen reicht die ermittelte Punktzahl der allgemeinen Prüfung, doch an Prestige gewinnen sie damit leider immer noch nicht. Und das ist trotz aller Reformen weiterhin das Wichtigste für Japans Personalchefs. Solange der Name der Alma Mater den Berufseinstieg ordentlich erleichtert, bleibt der Januar für Japans Schüler der Monat des Schreckens.

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Sumo-Küken

Maskottchen für die Sumo-Welt

Nichts geht in Japan ohne passendes Maskottchen, das gilt nun auch für den ehrwürdigen Sumo-Sport. Um Kinder das klassische Ringen schmackhaft zu machen, präsentierte die Sumo Association am7.Januar das mannsgroße und knallgelbe  Sumo-Küken Hiyonoyama mit typischem Schurz und Haarknoten. Hiyonoyama  wurde letztes Jahr als Mangafigur für Werbezwecke entwickelt und wird nun bei der Eröffnung der diesjährigen Sumo-Saison am 10.Januar überlebensgroß durch Tokyos Kokugikan  springen und Kindern Lust aufs Schubsen machen. Doch sogar der erfahrene Stallmeister Kokonoe scheint dem Huhn nicht zu trauen.  Kein Wunder, bei dem Blick…

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Modemagazine setzen auf kostenlose Dreingaben

Wir kennen das von Micki-Maus-Heftchen und Konsorten: Auf dem Heft klebt ein Spielzeug, oftmals eindeutige Entscheidungshilfe und eigentliches Objekt der Begierde. Japans Modezeitschriften setzen auf genau diese Strategie bei jungen Leuten. Nur ist hier Omake, die kostenlose Dreingabe, um einige Klassen edler. So gibt es mal eine Täschchen von Yves-Saint Laurent oder was Hübsches von trendigen Jungdesignern. Angefangen hat damit das Verlagshaus Takarajimasha. Der Verlag betrachtet die erfolgreichen Zugaben schlichtweg als einen weiteren greifbaren Zeitschriftenbeitrag. Der soll Leser anziehen, den Heftpreis aber nicht anheben. Dass die Rechnung aufgeht, zeigen die steigenden Verkaufszahlen, die auch der japanische Zeitschriftenmarkt dringend nötig hat.

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Japanische Regierung setzt auf Tourismus

10 Millionen Touristen will Japan jährlich ins Land holen, so die Hoffnung des neuen Chefs der Tourismusbehörde Hiroshi Mizohata. 2009 besuchten an die 9 Millionen Ausländer das Land, diese Zahl will Mizohata während seiner zweijährigen Amtsperiode übertreffen. Dabei setzt er seine Hoffnungen in erster Linie auf die Chinesen. Die Regierung gibt grünes Licht und erhöhte das Budget der Tourismusbehörde für 2010 ums Doppelte auf knapp 13 Milliarden Yen. Mizohata ist in Japan als ehemaliger Manager des Fußballvereins Oita Trinita bekannt. Wie vormals beim Fußball will er auch im Tourismus die Besonderheiten der Regionen Japans stärken.

http://ow.ly/TaDA

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