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Mal wieder gelesen

used books

Image by babblingdweeb via Flickr

Heute in eigener Sache: Ende Oktober hatte ich eine Lesung in der Stadtbücherei Konz (das liegt direkt bei Trier) und es war ein netter Erfolg, die Besucher konnte ich rund zwei Stunden gut unterhalten und es wurden sogar einige Bücher verkauft. Es erschien auch ein Artikel im Trierer Volksfreund. Wäre schön gewesen, hätten die Damen der Bücherei ein wenig mehr Werbung gemacht, es fiel ihnen erst abends ein, dass die Uni Trier eine Japanonologie hat und die Studenten auch interessiert sein könnten.

Aber ich bin selbst kaum besser im PR, hätte ja wohl VOR der Lesung darüber berichten sollen und nicht erst im Anschluss. Ich gelobe Besserung! Und wer weiß, vielleicht findet sich hier und da noch ein Besucher?!  Ich würde mich freuen!

Pandabären nach Sendai

Giant panda

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Pandabären sollen als Leihgabe an den Zoo in Sendai kommen, wenn es nach dem Willen der japanischen Regierung geht. Die Bürgermeisterin von Sendai Emiko Okuyama verkündete diesen Wunsch  am 17.Oktober. Die in Japan äußerst beliebten Tiere sollen Kindern in der zerstörten Region wieder Mut machen. Der chinesische Botschafter will die Anfrage nach Beiing weiterleiten. Der Zoo rechnet sich gute Chancen aus weil 2012 ein Jubiläumsjahr sein wird: seit 40 Jahre bestehen diplomatische Beziehungen zwischen China und Japan. Außerdem hatte China schon einmal geholfen: im Jahr 2000 verlieh es ein Pandapärchen an den Zoo von Kobe um der Region nach dem Erdbeben von 1995 seine Unterstützung zu zeigen. Gegenwärtig gibt es 11 Pandas in Japan, allesamt weiterhin im Besitz Chinas. So sind die zwei Pandabären im Zoo von Ueno  für 10 Jahre ausgeliehen und das lässt sich China auch bezahlen. Die Leasingsumme liegt bei rund $950.000. Ist der Preis vielleicht Schuld daran, dass wir in Deutschland nur einen Großen Panda, BaoBao  im Berliner Zoo haben?

Auf einer recht kritischen Seite habe ich den folgenden Spot gefunden.  Nach einem halben Jahr steigt die Sorge der Bevölkerung um die Zukunft ihrer Kinder.

Hier noch eine Karte mit ganz genauen Messdaten. Es zeigt die Menge an Radioaktivität im Boden seit März 2011. Es wird erwartet, dass sich diese Menge in drei Jahren halbieren wird.

Autorenqual

Book Score

Image by ex.libris via Flickr

Diesmal nichts aus Japan sondern aus der Heimat und von mir selbst. In den letzten Tagen habe ich einen weiteren Abschnitt meines Buchs über japanische  Geschichte fertig bekommen aber anstatt mich zu freuen bin ich furchtbar unzufrieden. Thema war die Edo-Zeit, Schwerpunkt sind die politischen Strukturen und darunter leidet die bunte Welt der Kabuki-Künste und der Geishas und Prostituierten. Wer weiß schon, dass Millionen Menschen in der Edo-Zeit schlichtweg verkauft, verhungert oder ausgesetzt wurden? Und dass es nicht einfach “Puff” gemacht hat und das Land dem Westen die Tore öffnete? Darüber könnte ich ein eigenes Buch schreiben aber der Verlag will das als einen Abschnitt, noch nicht einmal als Kapitel. Das quält und das geht auch irgendwie auf Kosten der Unterhaltsamkeit, bestimmte Daten und Fakten müssen einfach rein und Nettes fliegt dann wieder raus.  Noch kann ich den Text ändern und das werde ich auch. Diese Woche heißt es also: Umformulieren, Sätze polieren und neu schreiben. Hat noch jemand einen Wunsch, was unbedingt mit in die Edo-Zeit rein soll? Noch passt`s.

Geiger-Müller radiation detector.

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Noguchi Kunigazu (Nihon University) hat ein Buch geschrieben auf das viele Japaner sicherlich schon gewartet haben.  Noguchi, ein häufig zitierter Eperte für Strahlenschutz, versichert in seinem neuen Buch, dass Konsumenten sich um Lebensmittel nicht allzu sehr zu sorgen brauchen. Gegenwärtig weisen alle Produkte, sei es nun Gemüse, Fleisch  oder Milchprodukte Werte auf, die weit unter den Richtlinien der Regierung lägen. Das gelte auch für Produkte aus Fukushima. Für Verbraucher, die sich trotzdem sorgen, dass so Einiges durch das Überwachungsnetz rutschen könnte ( als Beispiel nennt er das Fleisch von Rindern aus Fukushima die mit kondaminiertem Heu gefüttert wurden und im Juli landesweit verkauft wurden) oder Familien mit kleinen Kindern empfiehlt er eine ebenso simple wie effektive Methode: Alles gründlich abwaschen. Fleisch sollte durchgebraten sein und weißer Reis sei momentan die bessere Option. Nur bei Seetang aus Fukushima rät auch Noguchi, in den nächsten Jahren die Finger zu lassen. Hoffen wir, dass das Buch bald auf Englisch erscheinen wird, die Nachfrage ist eindeutig da!

Noguchi Kinikazu: “Hosha no Osen kara Kazoku o mamoru Tabekata no anzen Manyuaru”  (The Safety Manual for Protecting Your Family from Radiation Contamination), erschienen bei Seishun shuppansha, 1000Yen.

Fußball macht stark

Logo

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Vegalta Sendai, der Fußballclub der arg gebeutelten Stadt Sendai, ist wieder auf dem Weg nach oben in der J-League, Japans Bundesliga. Und das haben sie  auch irgendwie der Katastrophe vom 11.März zu verdanken. Trainer Taguramori wechselte mit seinen Jungs nicht einfach nur das Trainingslager sondern fuhr sie zwei Wochen nach der Flutwelle nach Ishinomaki damit sein Team sich selbst ein Bild von der Zerstörung machen konnte. Seitdem packen die Spieler mit an, verteilen Hilfsgüter und spielen mit Kindern in der Region Fußball. Und sie siegen beim Fußball, die letzten zehn Spiele blieben sie ungeschlagen. Das wären sie ihren Fans in Miyagi schuldig, meinten sie. Solange sie ihre Siegesreihe fortsetzen, solange könnten sie den Menschen in der zerstörten Region wenigstens ein bischen Mut machen. Das heilt Wunden, und das war sogar der SPORTreportage am Sonntag im ZDF eine Reportage wert.

Yakuza banning sign near Sento

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..und sich nie getraut haben, zu fragen, erfahren Sie auf der Seite des Japan Subculture Research Centers. Sei es nun die genaue Struktur der Goto-Gumi, die Adressen sämtlicher Büros japanweit  oder allgemeine Befehlsstrukturen, die Leute vom Subculture Research Center wissen  eine Antwort. Ein kleines Wörterbuch rundet die Sache ab und hilft beim Einstieg in die japanische Unterwelt.

Das Bild zeigt ein Verbotsschild für Tätowierte und Yakuza (die ja zumeist tätowiert sind) . Sie haben keinen Zugang zu öffentlichen Bädern.

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